Eternity X
"The Edge"
1997, Angular
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Nachdem die bisherigen Angular-Veröffentlichungen im Neo-Prog-Bereich angesiedelt waren, präsentiert man nun mit dem zweiten amerikanischen Signing nach Relayer
mit Eternity X die erste Progressive-Metal-Produktion. Das Quintett aus New Jersey spielt in jetziger Besetzung bereits seit sieben Jahren zusammen und kann bereits vier
Veröffentlichungen vorweisen, wenn auch die meisten davon nur in Form von MC’s. “The Edge” nun ist ein vierundsiebzigminütiges Konzeptalbum auf dem es in Menschen
in Extremsituationen geht - wieviel kann ein Mensch ertragen, wann ist die Grenze erreicht und was passiert, wenn sie überschritten wird. Wie die Band dieses wahrlich
nicht triviale inhaltliche Konzept musikalisch umsetzt, kann man einfach nur als genial bezeichnen. Die Musik ist bei aller Aggressivität und Komplexität in jedem
Augenblick voller Emotionen, voller Dramatik. Es gibt eigentlich keinen Song, der nur heavy, nur balladesk oder nur etwas abgefahren ist - jeder einzelne Titel ist die
komplette Vollbedienung. Und dennoch braucht es nur wenige Durchläufe, bis sich die Melodien tief ins Bewußtsein gegraben haben. Vielleicht kennt ja jemand das
Gefühl, das sich gelegentlich beim Lesen eines wirklich guten Buches einstellt (Oder hört ihr etwa alle nur Musik?) - nach einer Unterbrechung kann man es kaum
erwarten, wieder weiterzulesen. So in etwas ging es mir bei dieser CD - man gibt erst Ruhe, wenn der CD-Player wieder läuft. (Herausgenommen hat man das Teil ohnehin
nicht.) Besonders hervorheben möchte ich den gelungenen Piano-Einsatz, der sich durch das gesamte Album zieht (man nehme nur stellvertretend“A Day in the Verse”)
und den Gesang von Keith Sudano. Im Booklet steht “Lead and Backing Vocals, Multiple Personalities”, und treffender kann man es wohl nicht ausdrücken. Wie dieser
Mann von einer Stimmlage in die nächste wechselt, ist absolut perfekt. Auf “The Edge Part 2 (The Looking Glas) singt er gar falsetto. Ursprünglich zog man zwar in
Erwägung, eine Opernsängerin einzusetzen, aber wie sich herausstellte, hatte man das gar nicht nötig. Auch das Cover von “The Edge” ist rundum gelungen - ein Mensch,
der versucht sich aufzurichten, der aber von Engeln in die eine, von Teufeln in die entgegengesetzte Richtung gezogen wird. Dem einen oder anderen mag diese Symbolik
ein bißchen zu überdeutlich daherkommen, aber es ist wenigstens eine! Wenn alles klappt, sollte die Band noch in diesem Jahr in Deutschland live zu sehen sein, auch
die Homepage von Eternity X möchte ich euch ans Herz legen (http://WWW.ETERNITY-X.COM), optisch und inhaltlich wirklich sehr professionell gemacht. Hoffen wir
auch, daß die früheren Veröffentlichungen der Band schon bald komplett auf CD erhältlich sind. Und nach so viel Lob muß ja auch mal gemeckert werden. Also, da wäre
zunächst .... Oopps, sorry
Wertung: 9
Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.
... sorry, no english summary of this review ...
9 points
Don't forget to mention the DURP in your order !
© Renald Mienert
DURP - eZine from the progressive ocean
http://www.durp.com/